Liveticker Ukraine-Krieg: Kiews Soldaten ohne Kontakt zum Kommando in Einkreisung bei Woltschansk

12.09.2026 19:33 Uhr
19:33 Uhr
Selenskij fordert bis zu 120 Patriot-Raketen für die Wintermonate
In einem Interview mit der Deutschen Welle (DW) hat der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij die USA und die EU dazu aufgerufen, die Raketenlieferungen an Kiew aufzustocken. Vor dem Winter bleibe nur noch wenig Zeit, die Luftverteidigung zu stärken, so Selenskij.
Russland produziere ihm zufolge 140 ballistische Raketen pro Monat. Gemäß den NATO-Regeln benötige man 280 Raketen, wenn man 140 Ziele zerstören wolle.
"Man wird niemals auf 280 Raketen pro Monat kommen – und unter uns gesagt: Selbst 100 Raketen pro Monat zu haben, ist eine enorme Herausforderung", meinte der ukrainische Staatschef.
Und weiter:
"Genau das ist es, was ich möchte. Ich möchte für diese schwierigen Monate – insbesondere die kalten Monate – über 100 bis 120 Raketen verfügen."
Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs konnte das Militär in der vergangenen Nacht keine einzige russische ballistische "Iskander"-Rakete abschießen.
19:02 Uhr
Kiew setzt Drohnenterror gegen russisches Grenzgebiet Belgorod fort
Nach Angaben des lokalen Krisenstabs haben ukrainische Kämpfer am Samstagnachmittag (Ortszeit) mehrere Ortschaften in vier Gemeindebezirken im Raum Belgorod mit Drohnen angegriffen. Ein Einwohner habe Verletzungen erlitten und medizinisch versorgt werden müssen.
Ferner meldet der Krisenstab, dass insgesamt neun zivile Fahrzeuge durch Drohnenattacken beschädigt worden seien. Zudem seien Sachschäden an einem Geschäftsraum, zwei Nebengebäuden und drei Wohngebäuden entstanden.
18:29 Uhr
Lawrow: Russland ruft keine Waffenruhe während der Ukraine-Gespräche aus
"Wir sind weiterhin verhandlungsbereit, werden die militärische Spezialoperation aber nicht für die Dauer der Verhandlungen aussetzen", erklärt Russlands Außenminister Sergei Lawrow Reportern am Rande des BRICS-Gipfels in Neu-Delhi.
Russland habe den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij nach Moskau eingeladen, was "bereits ein starkes Zeichen des guten Willens" sei, da Selenskij sein Dekret, das ihm Kontakte zu Präsident Wladimir Putin und seinem Team verbietet, noch immer nicht zurückgenommen habe.
Angesprochen auf den Wunsch Selenskijs, Putin beim G20-Gipfel in den USA zu treffen, sagt der russische Spitzendiplomat:
"Dieser Person wurde eine Einladung zugesandt. Wenn er ihn treffen will, soll er kommen."
17:52 Uhr
Medienbericht: Kiew verlegt Truppen ins Gebiet um AKW Tschernobyl
Nach Angaben der russischen Sicherheitsbehörden werden ukrainische Armeeangehörige und KamAZ-Lastkraftwagen mit großen Mengen an Munition in die Sperrzone um das Kernkraftwerk Tschernobyl verlegt. Die Fahrzeuge werden von mobilen Feuergruppen begleitet. Dies teilt die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Verweis auf eine eigene Quelle mit.
Laut der Quelle der Agentur würden diese Angaben durch Beiträge indirekt bestätigt, die die Einwohner in sozialen Netzwerken veröffentlichten.
Die nukleare Anlage befindet sich im Gebiet Kiew, etwa 15 Kilometer von der Stadt Tschernobyl entfernt. Am 26. April 1986 kam es in Block 4 des Kernkraftwerks zum bislang größten Unfall in der Geschichte der Kernenergie.
Mitte August berichtete Der Spiegel, dass ukrainische Truppen in der Sperrzone von Tschernobyl Verteidigungsanlagen und Kontrollpunkte errichteten.
Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa erklärte bei einem Pressebriefing, "das Kiewer Regime und seine Drahtzieher" versuchten, das AKW Tschernobyl für nukleare Erpressung zu instrumentalisieren.
17:11 Uhr
Gebiet Cherson: Frau ruft zu Spenden an ukrainische Armee auf – Festnahme durch FSB
Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB haben im Gebiet Cherson illegale Aktivitäten einer 1976 geborenen Staatsbürgerin unterbunden. Dies gibt Gouverneur Wladimir Saldo in einem auf Telegram veröffentlichten Post bekannt.
Ermittlungen zufolge hat die Frau in einem in Russland verbotenen sozialen Netzwerk systematisch Aufrufe veröffentlicht, Geld für die ukrainischen Streitkräfte zu sammeln, und Bankverbindungen für Überweisungen abgegeben.
Wie es heißt, seien die Ermittlungen abgeschlossen, und die Staatsanwaltschaft habe die Anklage genehmigt, die eine Höchststrafe von sechs Jahren Haftstrafe vorsehe.
In diesem Zusammenhang stellt Saldo klar:
"Man kann eigene Meinung haben und sie offen äußern. Doch der Aufruf zur finanziellen Unterstützung für diejenigen, die unsere Städte und Zivilisten angreifen, ist eine Straftat."
16:29 Uhr
Selenskij will sich mit Putin auf G20-Gipfel in USA treffen
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij sei bereit, zum G20-Gipfel nach Miami zu reisen, falls der russische Präsident Wladimir Putin daran teilnimmt. Dies erklärte Selenskij am Samstag in einem Interview mit der Deutschen Welle.
"Wir müssen kommen. Wir müssen uns treffen, miteinander sprechen und Entscheidungen treffen."
Der Kreml hat auf Selenskijs Aussage über das mögliche Treffen mit Putin reagiert. Der ukrainische Politiker könne nach Moskau reisen, wenn er tatsächlich eine persönliche Begegnung mit dem russischen Staatschef suche, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.
"Wenn er tatsächlich mit Putin zusammentreffen will, dann hat Putin bereits zuvor gesagt, dass er nach Moskau kommen kann."
Der G20-Gipfel findet am 14. und 15. Dezember in Miami statt.
16:09 Uhr
Durchbruchversuche eingekreister Sturmgruppen im Gebiet Charkow vereitelt
Die Einheiten des russischen Truppenverbands Nord ziehen den Einkesselungsring um gegnerische Truppen im Gebiet Charkow weiter zu, berichtet das Verteidigungsministerium in Moskau im täglichen Frontbericht.
Im Laufe des Tages habe das russische Militär den eingekreisten Einheiten nahe den Ortschaften Nowoalexandrowka, Prikolotnoje, Malaja Woltschja und Busowo Verluste an Personal und militärischer Ausrüstung zugefügt. Zwei Versuche ukrainischer Sturmgruppen, aus der Einkesselung bei den Siedlungen Slisnewo und Gogino auszubrechen, seien vereitelt worden.
Binnen 24 Stunden beliefen sich die Verluste des Gegners auf bis zu 125 Soldaten, vier gepanzerte Kampffahrzeuge, drei Quads und zwölf bodengestützte Robotersysteme. Zwei ukrainische Kämpfer seien gefangen genommen worden.
15:38 Uhr
Frontbericht: Kiew verliert westliche Militärtechnik durch russische Angriffe
Im Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums vom Samstag heißt es, dass die Ukraine in den vergangenen 24 Stunden etwa 1.390 Soldaten verloren hat.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf mehr als 215 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär vier gepanzerte Kampffahrzeuge und 17 Autos.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands West verlor das ukrainische Militär mehr als 220 Kämpfer. Zusätzlich eliminierten die russischen Soldaten ein gepanzertes Kampffahrzeug, 20 Autos, drei Feldartilleriegeschütze, darunter eins vom Typ Braveheart aus britischer Produktion und eins vom Typ M114 aus US-Produktion.
Im Abschnitt des Truppenverbands Süd büßten die ukrainischen Streitkräfte bis zu 180 Kämpfer ein. Zudem wurden zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, 25 Autos und drei Feldartilleriegeschütze zerstört, darunter eins vom Typ Krab aus polnischer Produktion und eins vom Typ M777 aus US-Produktion.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte verloren die Kiewer Truppen mehr als 460 Kämpfer. Überdies setzte die russische Armee zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, neun Autos, zwei Artilleriegeschütze und drei Stationen für elektronische Kampfführung außer Gefecht.
Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbands Ost mussten die ukrainischen Streitkräfte Verluste von mehr als 265 Soldaten hinnehmen. Ferner eliminierte das russische Militär in diesem Operationsbereich ein gepanzertes Kampffahrzeug, acht Autos und eine Haubitze vom Typ M777 aus US-Produktion.
Die Verluste der ukrainischen Armee im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Dnjepr beliefen sich auf etwa 50 Soldaten. Außerdem wurden ein gepanzertes Kampffahrzeug, 24 Autos und zwei Stationen für elektronische Kampfführung zerstört.
Kampfflugzeuge, Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben Produktionsstätten für Drohnen und bodengestützte Robotersysteme, Logistikzentren sowie Objekte der Brennstoff-, Energie- und Transportinfrastruktur angegriffen, die von den Streitkräften der Ukraine genutzt werden. Vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Armee und ausländischer Söldner wurden in 155 Bezirken ebenfalls getroffen.
Russische Luftabwehrkräfte schossen sieben gelenkte Bomben und 670 Starrflüglerdrohnen ab.
Seit dem Beginn der militärischen Sonderoperation wurden insgesamt 674 gegnerische Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 234.073 unbemannte Luftfahrzeuge, 672 Flugabwehrraketensysteme, 30.899 Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.777 Mehrfachraketenwerfer, 36.435 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 71.692 militärische Spezialfahrzeuge zerstört.
15:18 Uhr
Kreml erläutert Putins Worte zum europäischen Kontingent in der Ukraine
Die jüngste Äußerung von Präsident Wladimir Putin, wonach eine Entsendung eines europäischen Kontingents in die Ukraine einen Krieg mit Russland bedeuten würde, entspreche der Position Moskaus. Dies erklärt Kremlsprecher Dmitri Peskow am Samstag gegenüber Westi.
"Das ist keine rote Linie, sondern die Position Russlands. Sie wurde der ganzen Welt, vor allem den Europäern, auf äußerst konkrete und verständliche Weise vermittelt."
Am Vortag hatte Putin erklärt, dass die Entsendung europäischer Truppen in die Ukraine zu einem Krieg mit Russland führen würde.
15:04 Uhr
LVR: Binnen 24 Stunden vier Zivilisten verletzt
Nach Angaben von Leonid Passetschnik, dem Chef der Volksrepublik Lugansk, erlitten im Laufe des Tages vier Personen Verletzungen bei ukrainischen Drohnenangriffen auf zivile Fahrzeuge. Alle Verletzten hätten die erforderliche medizinische Hilfe erhalten.
Insgesamt seien zehn Bezirke angegriffen worden, so Passetschnik weiter. Mehrere Fahrzeuge, Wohnhäuser und zivile Infrastrukturobjekte seien dabei beschädigt worden. Infolge von Einschlägen und herabfallenden Drohnentrümmern seien Brände ausgebrochen.
Binnen 24 Stunden hätten die Luftabwehrkräfte und die mobilen Feuergruppen rund 130 Luftziele über dem Gebiet der Republik abgeschossen.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.