Liveticker Ukraine-Krieg: Russisches Militär trifft Metallurgiebetriebe für Rüstungsproduktion

12.09.2026 16:29 Uhr
16:29 Uhr
Selenskij will sich mit Putin auf G20-Gipfel in USA treffen
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij sei bereit, zum G20-Gipfel nach Miami zu reisen, falls der russische Präsident Wladimir Putin daran teilnimmt. Dies erklärte Selenskij am Samstag in einem Interview mit der Deutschen Welle.
"Wir müssen kommen. Wir müssen uns treffen, miteinander sprechen und Entscheidungen treffen."
Der Kreml hat auf Selenskijs Aussage über das mögliche Treffen mit Putin reagiert. Der ukrainische Politiker könne nach Moskau reisen, wenn er tatsächlich eine persönliche Begegnung mit dem russischen Staatschef suche, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.
"Wenn er tatsächlich mit Putin zusammentreffen will, dann hat Putin bereits zuvor gesagt, dass er nach Moskau kommen kann."
Der G20-Gipfel findet am 14. und 15. Dezember in Miami statt.
16:09 Uhr
Durchbruchversuche eingekreister Sturmgruppen im Gebiet Charkow vereitelt
Die Einheiten des russischen Truppenverbands Nord ziehen den Einkesselungsring um gegnerische Truppen im Gebiet Charkow weiter zu, berichtet das Verteidigungsministerium in Moskau im täglichen Frontbericht.
Im Laufe des Tages habe das russische Militär den eingekreisten Einheiten nahe den Ortschaften Nowoalexandrowka, Prikolotnoje, Malaja Woltschja und Busowo Verluste an Personal und militärischer Ausrüstung zugefügt. Zwei Versuche ukrainischer Sturmgruppen, aus der Einkesselung bei den Siedlungen Slisnewo und Gogino auszubrechen, seien vereitelt worden.
Binnen 24 Stunden beliefen sich die Verluste des Gegners auf bis zu 125 Soldaten, vier gepanzerte Kampffahrzeuge, drei Quads und zwölf bodengestützte Robotersysteme. Zwei ukrainische Kämpfer seien gefangen genommen worden.
15:38 Uhr
Frontbericht: Kiew verliert westliche Militärtechnik durch russische Angriffe
Im Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums vom Samstag heißt es, dass die Ukraine in den vergangenen 24 Stunden etwa 1.390 Soldaten verloren hat.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf mehr als 215 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär vier gepanzerte Kampffahrzeuge und 17 Autos.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands West verlor das ukrainische Militär mehr als 220 Kämpfer. Zusätzlich eliminierten die russischen Soldaten ein gepanzertes Kampffahrzeug, 20 Autos, drei Feldartilleriegeschütze, darunter eins vom Typ Braveheart aus britischer Produktion und eins vom Typ M114 aus US-Produktion.
Im Abschnitt des Truppenverbands Süd büßten die ukrainischen Streitkräfte bis zu 180 Kämpfer ein. Zudem wurden zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, 25 Autos und drei Feldartilleriegeschütze zerstört, darunter eins vom Typ Krab aus polnischer Produktion und eins vom Typ M777 aus US-Produktion.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte verloren die Kiewer Truppen mehr als 460 Kämpfer. Überdies setzte die russische Armee zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, neun Autos, zwei Artilleriegeschütze und drei Stationen für elektronische Kampfführung außer Gefecht.
Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbands Ost mussten die ukrainischen Streitkräfte Verluste von mehr als 265 Soldaten hinnehmen. Ferner eliminierte das russische Militär in diesem Operationsbereich ein gepanzertes Kampffahrzeug, acht Autos und eine Haubitze vom Typ M777 aus US-Produktion.
Die Verluste der ukrainischen Armee im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Dnjepr beliefen sich auf etwa 50 Soldaten. Außerdem wurden ein gepanzertes Kampffahrzeug, 24 Autos und zwei Stationen für elektronische Kampfführung zerstört.
Kampfflugzeuge, Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben Produktionsstätten für Drohnen und bodengestützte Robotersysteme, Logistikzentren sowie Objekte der Brennstoff-, Energie- und Transportinfrastruktur angegriffen, die von den Streitkräften der Ukraine genutzt werden. Vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Armee und ausländischer Söldner wurden in 155 Bezirken ebenfalls getroffen.
Russische Luftabwehrkräfte schossen sieben gelenkte Bomben und 670 Starrflüglerdrohnen ab.
Seit dem Beginn der militärischen Sonderoperation wurden insgesamt 674 gegnerische Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 234.073 unbemannte Luftfahrzeuge, 672 Flugabwehrraketensysteme, 30.899 Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.777 Mehrfachraketenwerfer, 36.435 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 71.692 militärische Spezialfahrzeuge zerstört.
15:18 Uhr
Kreml erläutert Putins Worte zum europäischen Kontingent in der Ukraine
Die jüngste Äußerung von Präsident Wladimir Putin, wonach eine Entsendung eines europäischen Kontingents in die Ukraine einen Krieg mit Russland bedeuten würde, entspreche der Position Moskaus. Dies erklärt Kremlsprecher Dmitri Peskow am Samstag gegenüber Westi.
"Das ist keine rote Linie, sondern die Position Russlands. Sie wurde der ganzen Welt, vor allem den Europäern, auf äußerst konkrete und verständliche Weise vermittelt."
Am Vortag hatte Putin erklärt, dass die Entsendung europäischer Truppen in die Ukraine zu einem Krieg mit Russland führen würde.
15:04 Uhr
LVR: Binnen 24 Stunden vier Zivilisten verletzt
Nach Angaben von Leonid Passetschnik, dem Chef der Volksrepublik Lugansk, erlitten im Laufe des Tages vier Personen Verletzungen bei ukrainischen Drohnenangriffen auf zivile Fahrzeuge. Alle Verletzten hätten die erforderliche medizinische Hilfe erhalten.
Insgesamt seien zehn Bezirke angegriffen worden, so Passetschnik weiter. Mehrere Fahrzeuge, Wohnhäuser und zivile Infrastrukturobjekte seien dabei beschädigt worden. Infolge von Einschlägen und herabfallenden Drohnentrümmern seien Brände ausgebrochen.
Binnen 24 Stunden hätten die Luftabwehrkräfte und die mobilen Feuergruppen rund 130 Luftziele über dem Gebiet der Republik abgeschossen.
14:30 Uhr
Medienbericht: "Versprengte Banden" ohne Kontakt zu ihren Kommandeuren in Einkesselung bei Woltschansk
Die Kommunikation zwischen den nahe Woltschansk im Gebiet Charkow eingekesselten ukrainischen Einheiten und deren Kommandeuren ist abgebrochen, sodass eine militärische Führung nicht mehr möglich ist. Die Nachrichtenagentur TASS berichtet dies unter Verweis auf eine Quelle in den Sicherheitsbehörden Russlands.
Der Verlust einer einheitlichen Führung habe das ukrainische Militär in "versprengte Banden" verwandelt, heißt es im Bericht. Es sei unwahrscheinlich, dass die Versuche, die Verbindung wiederherzustellen, in der gegenwärtigen Situation erfolgreich sein würden.
Laut der Quelle der Agentur TASS habe der eingeschlossene Verband der ukrainischen Streitkräfte aufgehört, "ein einheitlicher Kampforganismus" zu sein, da die russische Armee die Kommandostellen zerstört und den Nachschub gekappt habe.
13:58 Uhr
Zehn Bataillone der ukrainischen Armee im Gebiet Charkow eingekesselt
Die kampfstärksten Einheiten der ukrainischen Streitkräfte an diesem Frontabschnitt seien in den Kessel geraten. Dies erklärt Roman Schkroba, Kommandeur der 71. Garde-motorisierten Schützendivision der russischen Armee, in einem Interview mit Wladimir Solowjow. Ihm zufolge seien insgesamt zehn ukrainische Bataillone im Gebiet Charkow eingekreist worden.
Die Fläche des Kessels im Gebiet Charkow betrage mehr als 400 Quadratkilometer – es sei der flächenmäßig größte Kessel seit Beginn der militärischen Sonderoperation.
Seit Monatsbeginn habe das russische Militär in dem Kessel 305 ukrainische Kämpfer, zwölf gepanzerte Fahrzeuge, acht Pick-ups, 13 Quads und 20 Bodenroboter außer Gefecht gesetzt, so Schkroba weiter.
Bei der Befreiung der Grenzortschaften Aniskino, Wodjanoje und Olchowatka hätten die russischen Soldaten 57 Zivilisten evakuiert, fügte er hinzu.
13:25 Uhr
Russische Drohnen setzen Kiewer Kräfte weiterhin unter Druck (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen Drohnenpiloten an der Front bei Dnjepropetrowsk im Einsatz. Wie es heißt, zerstörten sie mit Kamikazedrohnen vom Typ Geran ein Logistikzentrum, in dem Ausrüstung für die ukrainischen Streitkräfte gelagert war.
12:44 Uhr
Tucker Carlson: Ignoranz des Westens brachte die Welt an den Rand eines Atomkriegs
Die Menschen im Westen haben keine Vorstellung davon, was in der Ukraine geschieht. Sie glauben dem, was die Fernsehsender BBC und NBC News berichten. US-Journalist Tucker Carlson erklärte das im Gespräch mit dem RT-Journalisten Afshin Rattansi.
"Vor drei Tagen nahm ich in Großbritannien an einem Abendessen im Kreis kluger, welterfahrener Menschen teil, die über umfassende Erfahrung und eine hervorragende, erstklassige Bildung verfügen", sagte Carlson.
Und weiter:
"Sie wussten überhaupt nichts. Sie stellten sich die Ukraine ernsthaft als eine Handvoll tapferer Freiheitskämpfer vor. Sie wissen einfach nicht, was los ist, sie haben keine Ahnung. Es herrscht ein Informationsvakuum."
Diese Ignoranz habe die Welt an einen Punkt gebracht, "an dem wir alle bald umkommen könnten", betonte der US-Journalist.
"Wir stehen nun am Rande eines Atomkriegs."
12:06 Uhr
Russisches Militär trifft Metallurgiebetriebe für Rüstungsproduktion

Das Hüttenkombinat Saporoschstal in der Stadt SaporoschjeAlexey Tolmachov / Gettyimages.ru In der vergangenen Nacht haben die russischen Streitkräfte einen massiven Schlag gegen Betriebe der ukrainischen Metallindustrie geführt, die Rüstungsgüter herstellen. Dies teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
Infolge von Angriffen mit Präzisionswaffen und Kampfdrohnen habe das russische Militär folgende Ziele getroffen:
- das Hüttenkombinat Saporoschstal in der Stadt Saporoschje, einen der Hauptlieferanten von Stahlblechen für Schutzkonstruktionen und Panzerungen für Militärtechnik sowie für Schutzwesten;
- das Hüttenkombinat in der Stadt Kriwoi Rog im Gebiet Dnjepropetrowsk, das Hüttenerzeugnisse für die Produktion von Rüstungsgütern und Militärtechnik herstellt;
- die Bergbau- und Aufbereitungskombinate Sewerny und Nowokriworoschski in der Stadt Kriwoi Rog, die Eisenerz abbauen und aufbereiten. Die daraus gewonnenen Erzeugnisse würden in der Rüstungsproduktion verwendet;
- den innovativen Elektroschmelzkomplex des Metallurgiewerks Interpipe Steel in der Stadt Dnjepropetrowsk, dem größten ukrainischen Hersteller und Lieferanten von Walzerzeugnissen für die Produktion militärischer Güter.
Darüber hinaus seien mehrere Ziele im Hafen von Tschernomorsk im Gebiet Odessa beschädigt worden:
- Objekte der Hafeninfrastruktur, die für das Entladen und die Lagerung von Militärgütern genutzt werden,
- zwei Frachtschiffe, die Waffen und Militärtechnik für die Streitkräfte der Ukraine geliefert haben,
- ein Hafenschlepper.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
