Liveticker Ukraine-Krieg: Journalisten-Delegation zur humanitären Mission nach Aljoschki unterwegs

29.10.2026 10:53 Uhr
10:53 Uhr
Peskow zum Drohnenangriff auf Moskau: "Die Sonderoperation muss weitergehen"
Der massive Angriff ukrainischer Drohnen auf Moskau, den die Ukraine während des Russland-Afrika-Gipfels unternommen hatte, zeige einmal mehr, dass die militärische Sonderoperation fortgesetzt werden müsse. Dies sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gegenüber dem russischen Sender Westi. Peskow betonte, der in der russischen Hauptstadt stattfindende Gipfel sei ein Ereignis von weltweiter Bedeutung. Der Kreml-Sprecher sagte:
"Natürlich ist es seltsam, in dieser Zeit einen solchen massiven Drohnenangriff auf Moskau zu organisieren. Gott sei Dank arbeitet unser Luftabwehrsystem effektiv. Aber es unterstreicht einmal mehr, dass alles weitergeht und die Sonderoperation weitergehen muss, damit wir vor solchen Bedrohungen geschützt sind."
10:26 Uhr
Truppenverband Ost neutralisiert Stellungsnetz der ukrainischen Armee im Gebiet Dnjepropetrowsk
Drohnen-Besatzungen des russischen Truppenverbands Ost haben im Gebiet Dnjepropetrowsk ein verzweigtes Netz von Stellungen der ukrainischen Streitkräfte entdeckt und neutralisiert. Das teilte das russische Verteidigungsministerium mit.
Bei der Beobachtung von Waldstreifen stellten demnach die Besatzungen von Aufklärungsdrohnen fest, dass die ukrainischen Streitkräfte unter dem Schutz der Vegetation Stützpunkte, Beobachtungsstellen, Unterstände, Schutzbauten und Unterbringungsorte für Personal eingerichtet hatten. Nach der Klärung der Lage der Ziele nahmen russische Truppen diese unter Beschuss und setzten sie in einer Serie präziser Schläge außer Gefecht.
10:00 Uhr
Die ukrainischen Streitkräfte führen neue Angriffe auf Lugansk durch
Der Chef der Volksrepublik Lugansk, Leonid Passetschnik, teilt mit, dass die ukrainischen Streitkräfte am frühen Morgen die Stadt Lugansk massiv angegriffen haben. Demnach wurden Wohnhäuser, die Gebäude einer Postfiliale und einer Schule, das Staatsarchiv sowie weitere zivile Infrastruktur beschädigt. Unter den Einwohnern gibt es laut Passetschnik keine Verletzten.
Zudem trafen die ukrainischen Streitkräfte die Energieinfrastruktur der Republik. Infolgedessen sind mehr als 150.000 Stromkunden ohne Elektrizität. Nach Angaben von Pasetschnik führen Energieversorger Reparaturarbeiten durch.
09:38 Uhr
Russische Grenzgebiete unter Beschuss: Ein Toter in Belgorod, fünf Verletzte in Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte haben in den vergangenen 24 Stunden erneut die russischen Grenzgebiete Kursk und Belgorod mit Drohnen und Artillerie angegriffen. Die Gouverneure beider Gebiete meldeten Verletzte, im Gebiet Belgorod kam ein Zivilist ums Leben.
Im Gebiet Kursk wurden nach Angaben von Gouverneur Alexander Chinstein binnen 24 Stunden 153 Drohnen abgeschossen. Die ukrainischen Streitkräfte setzten demnach 30-mal Artillerie ein, siebenmal griffen Drohnen das Gebiet mit Sprengsätzen an. Durch die Angriffe wurden laut Chinstein fünf Menschen verletzt: in der Stadt Lgow zwei Frauen und ein Mann, zwei weitere Männer im Bezirk Gluschkowo und in der Stadt Dmitrijew. Todesopfer gab es nicht.
Das Gebiet Belgorod wurde binnen 24 Stunden 114-mal angegriffen, davon achtmal mit Artillerie und Mehrfachraketenwerfern. Einmal wurden Sprengsätze von einer Drohne abgeworfen. Im Bezirk Belgorod kam dabei ein Zivilist ums Leben, sieben Menschen wurden in den Bezirken Graiworon und Schebekino verletzt, teilte Gouverneur Alexander Schuwajew mit. Zudem wurden über dem Gebiet 233 Drohnen abgeschossen und unterdrückt.
09:25 Uhr
Bilanz der Nacht: 1.214 ukrainische Drohnen über Russland abgefangen und zerstört
Die russische Luftabwehr hat in der Nacht 1.214 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Das teilte das russische Verteidigungsministerium mit.
Die Drohnen wurden demnach über den Gebieten Brjansk, Belgorod, Kursk, Kaluga, Tula, Smolensk, Lipezk, Woronesch, Twer, Orjol, Rjasan, Wladimir, Samara, Saratow, Pensa und Rostow, dem Großraum Moskau sowie den Teilrepubliken Baschkortostan und Udmurtien abgefangen.
09:12 Uhr
Britischer Militär-Insider über Kiew-Kredite: "Wir sehen dieses Geld nie wieder"

Am Montag, dem 26. Oktober 2026, veröffentlichte der Militäranalyst Daniel L. Davis auf Youtube ein Interview mit dem ehemaligen Kommandeur der britischen Royal Navy und Energieexperten Steve Jermy. In dem Gespräch erklärt Jermy: "Die Europäer würden Putin die Bedingungen von Istanbul [März 2022] heute vermutlich förmlich aus der Hand reißen."
Damit bringt er zum Ausdruck, dass die Bedingungen für Kiew und seine westlichen Partner heute deutlich ungünstiger seien als damals.
Darüber hinaus merkt er an, dass "viele im Finanzsystem und in den Regierungen" längst wüssten, dass die Ukraine die ihr zur Verfügung gestellten Gelder niemals zurückzahlen werde. "Wir sehen dieses Geld nie wieder", so Jermy.
Für diese Kredite müssten seiner Einschätzung nach letztlich die europäischen Steuerzahler aufkommen. Dies müsse der Öffentlichkeit früher oder später vermittelt werden.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
08:51 Uhr
Weißrussland: Delegation aus Kiew trifft für Aljoschki-Mission ein
Eine ukrainische Delegation unter Leitung des Menschenrechtsbeauftragten Dmitri Lubinez ist am Grenzübergang Nowaja Guta in Weißrussland eingetroffen. Dies meldet die weißrussische Nachrichtenagentur BelTA.
Demnach beteiligen sich die Vertreter der Ukraine an der humanitären Operation in der Stadt Aljoschki im Gebiet Cherson. In der Mitteilung heißt es weiter, dass auch die weißrussische Seite sich dem internationalen Prozess angeschlossen hat. Weißrussland sei demzufolge zum ersten Ausgangspunkt geworden und habe bereits mit der Erfüllung seines Teils der Verpflichtungen aus den zuvor getroffenen Vereinbarungen begonnen.
Die Agentur berichtet zudem, dass auf dem Flughafen Gomel eine russische Delegation eingetroffen ist, die an der humanitären Operation in Aljoschki teilnimmt.
08:30 Uhr
Frachtschiff mit Militärgütern für die ukrainischen Streitkräfte auf See getroffen
Die russischen Streitkräfte haben in der Nacht ihre Schläge mit Drohnen gegen Objekte der Hafeninfrastruktur der Ukraine und gegen Schiffe, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte eingesetzt werden, fortgesetzt.
Wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilt, wurde dabei auf See ein Frachtschiff getroffen, das Militärgüter und Güter mit doppeltem Verwendungszweck zur Versorgung der ukrainischen Streitkräfte in den Hafen Odessa lieferte.
08:13 Uhr
613 Drohnen in einer Nacht: Einer der größten Angriffsversuche auf Moskau in diesem Jahr abgewehrt
Der Bürgermeister der russischen Hauptstadt Moskau, Sergei Sobjanin, teilt auf Telegram mit, dass zwischen 20.30 Uhr Moskauer Zeit am 28. Oktober und 7.00 Uhr am 29. Oktober 613 ukrainische Drohnen auf den Großraum Moskau zuflogen. Der Großteil wurde von den russischen Luftabwehrkräften im weiten Vorfeld neutralisiert, 231 Drohnen wurden laut Sobjanin im Anflug auf Moskau zerstört.
Zugleich meldet die russische Nachrichtenagentur TASS, dass dieser Angriffsversuch einer der größten seit Jahresbeginn war. Die Agentur verweist dabei auf eigene Berechnungen, die auf der Grundlage der offiziellen Angaben Sobjanins durchgeführt wurden. Laut TASS wurde der bislang massivste Angriff in der Zeit vom 19. September bis zum Morgen des 20. September abgewehrt: Die Luftabwehrkräfte schossen damals mehr als 1.600 Drohnen ab.
07:54 Uhr
Kommunikation des Gegners im Visier: Im Oktober mehr als 90 Anlagen im Gebiet Charkow zerstört
Einheiten des russischen Truppenverbands Nord haben seit Anfang Oktober im Gebiet Charkow mehr als 90 Kommunikationsanlagen der ukrainischen Streitkräfte zerstört, darunter auch Starlink-Anlagen. Dies sagte der Kommandeur einer Aufklärungseinheit mit dem Rufnamen Charon der russischen Nachrichtenagentur TASS. Er erklärte:
"Wir suchen täglich nach installierten Antennen und Relaissendern der ukrainischen Streitkräfte bei Charkow, um sie außer Betrieb zu setzen, denn ohne Verbindung gibt es auch keine Führung der Einheiten. Auch Satellitensysteme, die Internet auf die Stellungen bringen und so die Koordination der Soldaten ermöglichen, werden gezielt außer Gefecht gesetzt."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
