
USA starten Initiative zur Straße von Hormus – "Gegner" Russland und China ausgeschlossen

Die USA wollen ausländischen Regierungen eine neue Initiative zur Kontrolle der Straße von Hormus vorstellen, wobei die "Gegner" Russland und China ausdrücklich von der Teilnahme ausgeschlossen sind, wie Medien berichten.

Der Vorschlag wurde in einem Telegramm skizziert, das Außenminister Marco Rubio am Dienstag an die US-Botschaften sandte. Diese wurden angewiesen, den Plan den jeweiligen Regierungen vorzulegen. Das Wall Street Journal hatte zuerst über das Telegramm berichtet, Reuters bestätigte später dessen Inhalt.
Die Initiative, bekannt als Maritime Freedom Construct (MFC), soll gemeinsam vom Außenministerium – als "diplomatische Operationszentrale" – und dem Pentagon über sein regionales Kommando CENTCOM geleitet werden.
"Ihre Teilnahme wird unsere gemeinsame Fähigkeit stärken, die Freiheit der Schifffahrt wiederherzustellen und die Weltwirtschaft zu schützen", heißt es in der Botschaft an potenzielle Partner. "Gemeinsames Handeln ist unerlässlich, um die Entschlossenheit zu demonstrieren und der iranischen Blockade des Transits durch die Straße von Hormus spürbare Konsequenzen aufzuerlegen."
Den Berichten zufolge wären die dem MFC beitretenden Länder nicht verpflichtet, Streitkräfte beizusteuern. Die Initiative wird zudem als unabhängig von Präsident Donald Trumps langjähriger Strategie des "maximalen Drucks" gegen Iran und möglichen zukünftigen Einsätzen europäischer NATO-Mitglieder beschrieben. Die Einladung ergeht nicht an die im Depesche als "Gegner" bezeichneten Nationen, darunter Russland, China, Weißrussland und Kuba.
Trump hatte NATO-Mitglieder zuvor scharf kritisiert, weil sie die US-israelischen Luftangriffe zur Herbeiführung eines Regimewechsels in Teheran nicht unterstützt hatten. Berichten zufolge hat das Weiße Haus eine Liste europäischer NATO-Mitglieder erstellt, denen aufgrund mangelnder Unterstützung oder offener Ablehnung der Operation – wie im Fall Spaniens – Konsequenzen drohen könnten.
Als Reaktion auf den Angriff Ende Februar drosselte Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus – eine wichtige Transportader für das globale Öl – und griff arabische Länder mit US-Militärbasen an. Anfang April wurde eine brüchige Waffenruhe verkündet. Die Spannungen hielten jedoch an, und Trump verhängte später eine Seeblockade der iranischen Häfen, nachdem von Pakistan vermittelte Gespräche keinen Durchbruch gebracht hatten.
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